Futsal


Was ist Futsal?

Seinen Ursprung fand der „Futebol de Salão, der Salonfußball (Hallenfußball), in Südamerika, wo bereits in den 30er Jahren Spiele stattfanden. Seit 1989 werden Weltmeisterschaften und seit dem Jahr 1999 auch Europameisterschaften ausgetragen. In der Saison 2001/2002 wurde durch die UEFA der UEFA-Futsal-Cup aus der Taufe gehoben. Hier spielen jährlich die europäischen Landesmeister um die Krone des Klub-Futsal. Futsal, die offizielle Hallenfußball-Variante der FIFA, perfektioniert den Hallenfußball – aufgrund des Regelwerks und vor allem über den optimal an den Hallenboden angepassten Ball. Darüber hinaus bietet Futsal die Möglichkeit, an attraktiven, nationalen und internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

Futsal – das Spiel

Schnelligkeit, Technik und Tore sind Begriffe, die mit Futsal in Verbindung gebracht werden. Viel Zeit bleibt den Spielern auf engen Raum nicht. Schnelle Entscheidungen und damit verbunden eine gute Spielübersicht sind dabei unerlässlich.

Futsal, das ist zweimal zwanzig Minuten Volldampf. Futsal ist Fußball. In einer der Halle hervorragend angepassten Form natürlich. Futsal lebt allein schon aufgrund des kleineren Spielfeldes im Vergleich zum Fußball im Freien von der Technik. Und an dieses Merkmal ist der Ball angepasst. Er ist etwas kleiner, weist einen geringeren Druck auf und ist etwas schwerer als ein „normaler Fußball. Aufgrund dieser Eigenschaften verfügt er über ein vermindertes Sprungverhalten, was wiederum eine kontrollierte Ballführung und ein hohes Maß an Ballsicherheit nach sich zieht. Gespielt wird beim Futsal analog zum Feldfußball ohne Banden. Dies zieht ähnliche Laufwege wie beim Fußball nach sich, ganz im Gegenteil zum Hallenfußball mit Bande.

Die Größe des Spielfeldes ist in etwa dem Handballfeld vergleichbar. Auch die Größe der Tore entspricht Handballtoren, so dass Futsal nahezu in jeder Sporthalle möglich ist. Während des Spiels stehen pro Mannschaften jeweils vier Feldspieler und ein Torhüter auf dem Platz. Bis zu sieben Ersatzspieler können auf der Auswechselbank Platz nehmen. Es kann beliebig gewechselt werden.

Die Spieldauer beträgt 2 x 20 Minuten (Nettospielzeit). Bei Unterbrechungen wird die Uhr angehalten. Alle Standards (wie Einkick, Eckstoß, Freistoß und Torabwurf) müssen innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Hieraus resultiert eine hohe Dynamik und Schnelligkeit im Spiel.

Futsal ist kein körperloses Spiel, doch ist es im Vergleich zum Fußball ein restriktiveres Spiel. Beispielsweise ist das Hineingrätschen von der Seite und von hinten generell untersagt, wenn der Gegner den Ball führt oder gerade abspielt. Das Verletzungsrisiko wird dadurch erheblich vermindert bzw. ausgeschlossen. Die üblichen Regularien im Umgang mit unsportlichen Spiel oder Verhalten gleichen denen im Fußball.

Wird unfair gespielt, wird dieses Foul als Mannschaftsfoul dem gesamten Team angerechnet. Ab dem sechsten Foul pro Halbzeit bekommt die gegnerische Mannschaft einen Strafstoß von der Zehn-Meter-Marke. Vergehen innerhalb des Strafraumes werden mit einem Strafstoß aus sechs Meter Entfernung geahndet.

Die Partien werden von zwei Schiedsrichtern an den Längsseiten geleitet. Hierzu kommen ein Zeitnehmer und ein dritter Schiedsrichter.

Futsal als Ergänzung zum Fussball

Futsal ist die ideale Fußballvariante in der Halle, denn

• die technischen Fertigkeiten werden stark gefördert
• die Handlungsschnelligkeit wird gesteigert
• die Motivation der Spieler wird durch Erfolgsmomente erhöht
• Spieler nehmen mehr Verantwortung im Spiel
• geringeres Verletzungsrisiko erhöht die Attraktivität
• es ist eine Abwechslung zum konventionellen Fußball-Training

Ziel im deutschen Futsal

Fernziel ist eine bundesweite Liga und eine Futsal-Nationalmannschaft. Dazu sind aber weiter intensiv Strukturen, vor allem in den Landes- und Regionalverbänden, mit Unterstützung des DFB, aufzubauen. Eine qualifizierte Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern hat dabei eine hohe Priorität. Für Vereine, Spieler und Funktionäre bietet der DFB eine Futsal-Kurzschulung an.